Kenn dein Pferd!
Training für Pferd und Reiter

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Mit der Jugend des RFC Heringen e.V. beim Jugend-Event der Pferdesportjugend Hessen in Herbstein am 21.01.2017 und 22.01.2017

Gepostet am 23. Januar 2017 um 6:10 Comments Kommentare (0)

Ganz früh am Samstag den 21.01.2017 machte sich eine noch etwas müde, aber aufgeregte Gruppe von 6 Mädchen des RFC Heringen samt Erwachsener Betreuerin (mir) auf den Weg nach Herbstein zum Jugend-Event der Pferdesportjugend Hessen.

Zunächst ging es nach Villmar zu den ebenfalls mitfahrenden Mädels der Pferdefreunde König-Konrad Villmar e.V.

Gemeinsam mit 3 Autos machten wir uns auf den Weg in den schönen und schneereichen Vogelsberg.

Angekommen im Kolping Feriendorf in Herbstein wurden schnell die Schlüssel für die Zimmer in einem der vielen Bungalows geholt.

Dank vorheriger Absprache waren die Zimmer schnell bezogen und es konnte losgehen.

Zunächst war eine kleine Kennenlernrunde eingeplant bei der sich alle der ungefähr 50 angereisten Teilnehmer ein wenig beschnuppern konnten, gab es Mittagessen.

Während des Kennenlernens wurden die 3 angebotenen Workshops kurz vorgestellt und alle durften sich selbst entscheiden in welcher Reihenfolge sie diese besuchen wollten.

Die Themen gingen über einen "Bodyspeaking"-Kurs, der eine Mischung aus Sport- und Ausdrucksübungen für die Teilnehmer bereit hielt. Über den Worshop zum Erlernen "eines fairen Beurteilungsverfahrens", bei dem Teilnehmer sich einmal in die Turnierrichter hineinfühlen konnten und die Auswahl zwischen den 3 unterschiedlichen Sparten des Reitsports Springen, Dressur und Voltigieren hatten und einmal selbst Wertnoten vergeben durften.

Bis hin zu dem Thema "Gemeinsam Ziele erreichen-Vereinsarbeit - mach mit", der auf den ersten Blick eine sehr trockene Theorieeinheit versprach und dank einer Referentin mit dem richtigen Gefühl für ihre Zuhörer, egal welcher Altersklasse, zu einer kurzweiligen und interessanten Gesprächsrunde wurde, die in vielen Fällen nach dem Workshop noch weitergeführt wurde.

Ein lustiger Spieleabend rundete den ersten Abend ab und sorgte nach dem interessanten, aber auch anstrengenden Tag für die nötige Entspannung.

Am nächsten Morgen ging es früh um 8Uhr mit dem Frühstück wieder los und nachdem alle ihren 3. Workshop absolviert, die offizielle Verabschiedung erfolgte, alle Zimmer geräumt und Schlüssel wieder abgegeben waren ging es mit einem kleinen Abstecher in den Schnee am Hoherodskopf wieder Richtung Heimat.

Mit viel neuem Wissen und der Entscheidung: Nächstes Jahr sind wir wieder dabei!

 

Reiterpension Marlie: Pferde von Zauberhand bewegt oder auch Urlaub für die ganze Familie mit dem besonderen Etwas für Pferdemenschen

Gepostet am 17. August 2016 um 5:25 Comments Kommentare (0)

Gesucht war im vergangenen Herbst ein Familienurlaub der für jeden etwas zu bieten hat: Pferdemenschen (ich) und Nichtpferdemenschen (Mann und Kind).

Los ging also die große Suche nach der „eierlegenden Wollmilchsau“.

Grundbefehl unseres Sohnes war: „Meer!“ Mehr nicht.

Der Wunsch meines Mannes (der mich gut kennt :-p) war: „Nicht nur Pferde!“.

Ich war eigentlich gar nicht auf einen Reiturlaub aus. Mein Wunsch war: „Nicht kochen müssen!“ (und vielleicht die Möglichkeit zu Reiten ;-) )

Gemeinsamer Wunsch war: „Der Hund muss mit.“

Die Ostsee war schnell als Ziel ausgewählt.

Erschlagen von den Preisen, die so ein Urlaub mitten in den Schulferien verschlingen kann waren viele Hotels schnell raus.

 

Auf die Reiterpension Marlie stieß ich dann eher zufällig. Ich glaube es war die einfache Kombination in der Googlesuche „Hotel-Pferd-Ostsee“.

Zunächst habe ich die Internetseite zwar abgespeichert und mir auch das Prospekt bestellt, es jedoch nicht als Familienurlaubsziel in Betracht gezogen.

Im Verlauf der weiteren Suche kam ich doch immer wieder auf die Internetseite zurück.

Facebook tat sein Übriges.

Ausschlag gab eine Bewertung im Internet, die auch für begleitende Nichtreiter einen tollen Urlaub versprach.

Meinem Mann konnte ich eine Reiterpension unerwarteterweise ebenfalls schmackhaft machen.

Meer mit Hundestrand, Badesee und Hansapark in 10min Entfernung gaben wohl den Ausschlag.

 

Nach einem halben Jahr Vorfreude, der Biografie von Wolfgang Marlie und vielen weiteren Besuchen auf der Internetseite der Reiterpension Marlie war es endlich soweit.

Nach 9 Stunden Fahrt waren wir endlich da.

Der erste Eindruck war durchweg positiv. Selten passen die Bilder auf einer Internetseite so gut zum Original.

Abends, nach einem ersten gemeinsamen Abendessen und den kleinen Einweisungen die das Marlieleben ausmachen (Alle sagen Du, von 8-9.30Uhr gibt es Frühstück und um 18.14Uhr sitzen alle mit gewaschenen Fingern am Tisch!), führte unser erster Weg ans Meer.

Am Hundestrand in Scharbeutz wurde erst einmal fröhlich mit den Füßen im Wasser geplanscht.

Nass und zufrieden ging es ins Pensionszimmer im Nebengebäude. Gerade mein Sohn war von seinem kleinen Kinderschlafraum mit dem Bett in der Nische begeistert.

 

Für den nächsten Tag hatte ich eine Einführung in die Art des Arbeitens von Wolfgang Marlie und seinem Team gebucht. 2 Stunden erstmal vorsichtig Schnuppern, ob das alles auch wirklich in meine Pferdewelt reinpasst.

Morgens fröhlich mit einem Klebeband samt Namen versehen, ging es für ca. 10 Personen in die Reithalle.

Nach einem Interessanten Gespräch unter Pferdemenschen und denen die es noch werden möchten, ging es mit vielen neuen Ideen („Pferde wachsen Zweisprachig aus“) und der großen Frage: „Für was die ganzen Schwimmnudeln in allen möglichen Ecken im Stall?“ in einen sonst Pferdefreien Tag, auch wenn ich gerne direkt losgelegt hätte.

Am Abend durfte ich Wünsche für den kommenden Tag äußern.

Aufgrund des anstehenden Reitabzeichens und meinen momentanen Problemen in der Mittelpositur (Gründe hierfür: Ein Schleudertrauma in der Lendenwirbelsäule nach einem Autounfall im Dezember und ein Nierenstein mit 2 Krankenhausaufenthalten zwischen April und Juni.)wollte ich das Reiten, vor allem meinen Sitz in den Mittelpunkt stellen.

Eine Bodenarbeitsstunde um das Pferd kennenzulernen stand auch für mich am Anfang.

Wie drückte Wolfgang das in einer sinngemäßen Aussage aus dem Theorieunterricht so schön aus:

„Man stellt sich seiner Tanzpartnerin auf der Tanzfläche ja auch vor und schleift sie nicht einfach aufs Packet.“

 

Und da war sie, die Schwimmnudel! Für mich ab sofort der „Stick für Anfänger und Kinder“.

Sie vergrößert die Körperfläche und man kann mit ihr auch mal klopfen, richtet aber nicht einen solch großen Schaden an, wie mit dem unbedachten Einsatz einer Gerte oder Peitsche.

Wie immer wenn man aus etwas gewohntem gerissen wird, verändert die Unsicherheit die Körpersprache deutlich.

Die Aufgabe war schlicht und einfach, den Platz des Pferdes einzunehmen. Also so lange schicken bis er weggeht und dann aufhören, ganz so wie man es auch in der Herde beobachten kann.

Dies klappte, aber weder flüssig noch besonders überzeugend. Der arme Magic stand plötzlich einer unklaren Sandra gegenüber. Auch ich habe in einer ersten Reitstunde mit neuem Reitlehrer und Pferd Stress, dazu noch die Schwimmnudel…

Anya erkannte dies zum Glück und drückte mir eine Gerte in die Hand und ließ mich dann mit der Bitte erstmal zu arbeiten, wie ich normalerweise mit einem Pferd anfange zu arbeiten alleine.

Ich tastete mich langsam wieder auf bekanntes Gebiet vor und der Knoten im Kopf löste sich langsam.

Magic war zwar noch nicht nach dem Marlie-Motto „von Zauberhand bewegt“, aber wir ließen uns aufeinander ein.

 

An dieser Stelle meine ehrlich Begeisterung dafür, dass ich in der Reiterpension Marlie die seltene Gleichwertigkeit von Bodenarbeit und Reitunterricht erleben durfte.

Und das in einer entspannten Ruhe, die seinesgleichen sucht.

 

In den folgenden Tagen war ich in meinen Reitstunden meist mit Körperteile bewegen, ausrichten und immer wieder fühlen, fühlen, fühlen Beschäftigt.

Meist ohne Zügel oder auch mit nur einem Zügel um die Genauigkeit der Zügelhilfen zu verbessern.

In wirklich entspannter Umgebung konnte ich nicht nur für mein Reitabzeichen, sondern auch für mich selbst, meine Reiterei und meine Schüler viel mitnehmen.

Hier gilt mein Dank Anya, Carola und Magic, die mit Unterschiedlichen und doch gut zueinanderpassenden Ansätzen neue Beweglichkeit in mich hineingebracht haben und mir viele offene Enden zum Anknüpfen gelassen haben.

Diese konnte ich mit ins Reitabzeichen nehmen und war mit der auf einem Schulpferd gerittenen A-Dressur recht zufrieden. Gerade in Anbetracht dessen, dass ich sonst nicht allzu häufig auf einem Großpferd zu finden bin.

 

Auch neue Ansätze konnte ich kennenlernen und mitnehmen. Z.B. eine für mich neue Art des Vorwärtsreitens. Entgegen dem angelernten Treiben mit dem Schenkel wird hier nämlich geschnalzt, bei nicht reagieren die Gerte angelegt und bei weiterem nicht reagieren getippt. Interessantes Konzept, gerade für Schulpferde, da sie sich so auf eine gleichbleibende Hilfe und nicht auf immer wieder anders treibende Schenkel konzentrieren müssen.

 

Außerhalb der Reitstunden und der ein oder anderen beobachteten Stunde bei den verschiedenen Trainern bietet auch die Umgebung von Scharbeutz viele tolle Ecken.

Lübeck mit dem Holstentor und unglaublich vielen Schuhgeschäften. Außerdem dem besten Eis, dass wir in der letzten Zeit Essen durften.

Scharbeutz selbst, mit seiner schön gestalteten Strandpromenade. Der Kinderfreundlichkeit, die sich im Service und in den vielen schön gestalteten Kinderspielplätzen wiederspiegelt.

Die meist nicht zu vollen Strände (außer sonntags bei schönem Wetter), dazu die entspannte Atmosphäre am Hundestrand.

Außerdem der Hansapark, Timmendorfer Strand, das SeaLife dort…

 

Das einzig negative an diesem Urlaub war der Fehler nur eine Woche gebucht zu haben.

Ein Fehler den wir nächstes Jahr nicht wiederholen werden.

 

Denn wo hat man schon mal Urlaub, Entspannung, neues Wissen und nette Menschen an einem Platz?

 

Liebe Grüße

Sandra

 

PS: Der erste Kauf zu Hause waren einige Schwimmnudeln, die ich vor allem in das Training der Kleinen einbauen möchte.

 


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